17. März 2010

Nahost-Berichterstattung des ORF

Nahostkonflikt, Israelis gegen Palästinenser, Krawall und Remmidemmi... Wen kümmern da schon ein paar jämmerliche Details? Hier ein Vergleich der Nahost-Berichterstattung zwischen der Spät-ZIB und der kurze Zeit später ausgestrahlten ZIB2.



In Jerusalem ist es zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei gekommen, es gab Verletzte auf beiden Seiten. Die radikal-islamische Hamas hat den heutigen Tag aus Protest gegen die jüngsten Siedlungspläne Israels zum "Tag des Zorns" erklärt.



In Jerusalem sind bei schweren Unruhen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei rund 100 Menschen verletzt worden. Die radikal-islamische Hamas hatte zu einem Tag des Zorns aufgerufen. Hintergrund ist die erneute Einweihung einer jüdischen Synagoge am Tempelberg.

Innert kürzester Zeit hat sich also der Grund für den "Tag des Zorns" radikal geändert. Zuerst waren noch die Siedlungspläne Schuld an den Unruhen, in der nächsten Nachrichtensendung die Einweihung einer jüdischen Synagoge (diesen Pleonasmus muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen) am Tempelberg. Am Tempelberg?

Tatsächlich befindet sich die Hurva-Synagoge im jüdischen Viertel der Stadt, in rund 400m Entfernung zur Al-Aksa-Moschee.


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Journalistische Sorgfalt sieht anders aus.

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