22. November 2011

CEE-Kredit-Bonanza Adé!

Anschließend an meinen jüngsten Beitrag zum österreichischen Tripple-A (bzw zu dessen de facto Inexistenz und baldiger de jure Aberkennung), drei Informationsschipsel (2 ganz frische, 1 etwas älterer), die ich mal (fast) kommentarlos gegenüberstelle:

1.)
Oesterreichische Nationalbank und Finanzmarktaufsicht verordnen heimischen Banken neue Regeln für Geschäfte in Osteuropa. Sie müssen einen zusätzlichen Kapitalpuffer aufbauen, die Kreditvergabe wird gedrosselt
Die Presse, Printausgabe vom 22.11.2011

2.) Gestern bettelte suchte Ungarn nach dem IWF nun auch bei der EU um Finanzhilfe an.

3.) Desweiteren folgender Raiffeisen Bank Spot aus Ungarn, anno 2007 (und der Inhalt dieses Spots ist analog für Bank Austria, Erste und Volksbank, sowie für deren Geschäftspolitik im Zuge der Kredit-Bonanza im Rest Osteuropas gültig)


Nur damit ja keine Missverständnisse darüber aufkommen, warum Österreichs Banken in die Krise geschlittert sind und noch weitaus schlimmeres bevor steht; und es hat nix mit Griechen, EU, "Ausländern", dem Internationalen Zinseszins-Finanzkapital und dergleichen zu tun. Bloß mit der eigenen Gier.

Dass das regulative Instrumentarium (genauso wie die großen und gefürchteten Ratingagenturen) um Jahre zu spät (ein)greift ist tragisch und bezeichend. Und es wird im Endeffekt nichts bringen.

Was ich nach schneller Durchsicht in keinem österreichischem Medium entdecken konnte (der Standard streift diese Problematik leicht an, bringt sie jedoch nicht auf den Punkt; insgesamt wieder ein #FAIL des österreichischen Wirtschaftsjournalismus'), das steht in der Financial Times:
The three banks’ CEE exposure exceeds Austrian GDP, raising concerns that the government would be unable to bail them out if their loan portfolios turned sour.
Und manch einer macht sich tatsächlich noch Sorgen um das Tripple-A...


Photo credit: Images_of_Money
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