29. Juli 2012

Rumänien - Ende der Ära Basescu?

Viel war in den vergangenen Wochen über Rumänien zu lesen gewesen. Und sehr eindeutig und simpel sah das aus, was man sich an internationaler Berichterstattung in Bezug auf die dortigen jüngsten politischen Turbulenzen zusammenklauben konnte. Da wurde mit Begriffen wie "Staatsstreich", "Putsch", "Gefährdung der fragilen rumänischen Demokratie", "Aushöhlung der Gewaltenteilung", "bolschewistischer Säuberungsdrang", "Weltweite Sorge über Machtkampf in Rumänien" hantiert; und die Deutsche Welle entblödete sich nicht, einen Vergleich mit der Anfangszeit des Naziregimes zu ziehen. Auch in Österreich beschränken sich die meisten Kommentatoren aufs Wiederkauen von Phrasen, die ein sehr simplistisches Bild der Welt - nicht nur der rumänischen - skizzieren. Wir haben unsere Schubladen, wir haben unsere Vorstellung davon wie etwas zu sein hat und wie nicht, wir haben's nicht nötig genauer hinzuschauen, ist doch eh alles klar (ein Gefühl das mich - auf Österreich bezogen - vor allem bei der Lektüre der Beiträge der Standard-Journalistinnen Laura Balomiri und Adelheid Wölfl beschleicht).