24. Dezember 2016

Chanukka 2016 - keine Wunder bei der UNO

Zum Chanukka-Fest gedenken die Juden der Wiedereinweihung des Zweiten Tempels in Jerusalem vor mehr als 2000 Jahren.

Am Vorabend zum Beginn des heurigen Chanukka-Fests erklärt der UNO-Sicherheitsrat die Überreste dieses - mehrmals zerstörten und entweihten - Tempels (vulgo "Klagemauer", der heiligste Ort des Judentums) zu "besetztem palästinensischen Gebiet". Nachdem es in den vergangenen Monaten bereits (vom "Westen" kaum unterstützte) UNESCO-Resolutionen gab, welche selbigen Ort ausschließlich mit seinem arabischen Namen benannten.

"Besetzt" wurde die Klagemauer bekanntlich infolge eines auf die totale Vernichtung Israels ausgerichteten - und verlorenen - Krieges arabischer Staaten (dem 2. von 3en dieser Art seit 1948), und das nachdem zwischen 1949 und 1967 die nunmehr in Stein gemeißelten "besetzten palästinensischen Gebiete" im Rahmen der Besetzung durch Jordanien judenrein gemacht worden waren, Juden folglich auch jeglicher Zugang zu ihrer heiligsten Stätte verwehrt wurde.

Ermöglicht und ermutigt wurde dieser Akt duch einen rachsüchtigen Lame-Duck-Präsidenten, dessen (Nicht-)Politik nicht zuletzt in der Region Tausende Tote (mit)verursachte, der fast ausnahmslos alle Verbündeten vor den Kopf stieß bzw fallen ließ, der dem Überschreiten selbst auferlegter Roter Linien tatenlos zusah und der das iranische Regime - welches ihm bei jeder Gelegenheit "Death to America!" ins Gesicht brüllt und die Vernichtung Israels fordert/fördert/herbeisehnt/ankündigt - für seine maßgebliche, direkte Beteiligung am seit Jahren andauernden Massaker in Syrien auf vielfältige Art und Weise belohnte.

Währenddessen freut sich der scheidende Ban Ki-moon - welcher noch vor wenigen Tagen in seiner Abschiedsrede die "Voreingenommenheit der UNO gegenüber Israel" beklagte - über "Leadership" seiner Organisation, die in den letzten Jahren noch mehr zum Spielball von Despotien geworden und hauptsächlich durch Impotenz angesichts von Massakern und Völkermord - vor allem, aber nicht nur - in der Region (un)auffällig geworden ist. Der Beweis dafür, dass man doch noch voller Potenz sei, erfolgt nun eben in Form einer einseitigen wie destruktiven Resolution gegen die einzige funktionierende Demokratie westlichen Zuschnitts in einem Meer von seit jeher dysfunktionalen, menschenrechtsverachtenden Regimen.

Ebenfalls am gestrigen Tag fand eine Resolution im Sicherheitsrat zur Verhängung von Sanktionen und eines Waffenembargos über den vor einem weiteren Völkermord stehenden Südsudan keine Mehrheit.

Happy Chanukka